Dr. Usui hat ziemlich schnell erkannt, dass das alleinige praktizieren des Reiki in selbst so verändert hat, dass er ein anderes Lebensgefühl bekam. Er folgerte daraus, dass das Reiki zu einem anderen Leben führe und dass, wenn man bestimmte Regeln im Leben einhält, man wesentlich besser Reiki praktizieren kann.

Er verfasste deshalb die 5 Lebensregeln des Reiki.

Allerdings weiß man aus heutiger Sicht, dass diese 5 Regeln das Reiki-Leben zum einen nutzen, auf der anderen Seite aber auch teilweise eine Einengung bedeuten.

 

Aus heutiger Sicht weiß man, dass man sich durchaus Regeln auferlegen kann. Wenn man dies jedoch nicht verinnerlicht, so wird man sie nicht befolgen und man hat nichts davon. Außer dass man sich eben selbst unter Druck setzt. Man muss also sein Inneres dahingehend entwickeln und vorantreiben, dass man diese 5 Regeln auch ohne Schwierigkeiten befolgen kann, denn ansonsten machen sie keinen Sinn. Nur das, was man in sich trägt, lebt man auch.

 

Man sollte also am Anfang sich diese 5 Regeln natürlich bewusst machen und wenn man möchte auch zum Ziel setzen. Man sollte sich aber nicht Selbstkasteiung betreiben und mit aller Gewalt versuchen, diese Regeln zu befolgen. Es setzt eine gehörige Portion Entwicklung dazu voraus, damit dies funktioniert.

 

Wenn es dann allerdings funktioniert, dann ist das alles ganz leicht. Man spürt und lebt den Geist des Reiki – zumindest meistens. Denn machen wir uns nichts vor: kaum jemand wird Reiki zu 100 % leben können. Und natürlich ist es normal, dass man diese Regeln auch mal nicht 100 % beachtet. Das ist allerdings nicht schlimm, denn wir sind Menschen, und der Mensch ist nun mal nicht perfekt. Selbst dann nicht, wenn er Reiki kann und praktiziert. Meine Erfahrung sagt mir allerdings, dass je älter man wird und je mehr man Reiki gemacht hat, sich diesen Regeln bzw. Dem Lebensstil aneignet.

 

Geben Sie sich also keine Schuld, wenn sie diese Regeln nicht immer befolgen, denn das könnte im schlimmsten Fall sogar bewirken, dass sie sich selber blockieren und dass ein vorankommen bei Reiki dadurch blockiert wird. Besser ist es, zu analysieren warum sie die Regeln nicht befolgt haben und ob sie es das nächste Mal besser machen können. Nur wenn man seine Fehler erkennt kann man sie verändern.

 

Die 5 Lebensregeln des Reiki haben letztendlich zum Ziel, sich selbst, seine Umwelt und andere zu lieben und zu ehren. Eigentlich sollte das von Grund auf das Ziel eines jeden Menschen sein, so ist zumindest meine Meinung.

 

Beobachten Sie sich, wie sie mit diesen Regeln umgehen, denn sie werden daran erkennen, wie weit sie auf ihrem Weg schon sind. Es ist also eigentlich vorgegeben, dass man Fehler machen wird, denn dadurch wird man eine Menge lernen.

 

Reiki zu praktizieren bedeutet auch, dass man viel beobachtet und geschehen lässt, ohne sofort zu handeln. Man lernt wirklich eine Menge von sich und von anderen, wenn man alleine nur zusieht. Reiki bedeutet deswegen auch, immer wieder in sich zu gehen und zu überlegen, was man gesehen und gespürt hat, um sich dessen bewusst zu werden. Wie oft man das tut und wie schnell man daraus lernt, das liegt in jedem Menschen selbst.

 

Die Lebensregeln des Reiki

Bei diesen Regeln handelt es sich weniger um Moralvorschriften als um Denkanstöße, die uns dazu auffordern wollen, unsere täglichen Denkgewohnheiten zu beobachten und vielleicht zu verändern, um so immer mehr in unsere „Mitte” und dadurch eine übergeordnete Sichtweise zu gelangen.

 

Gerade heute, sei nicht ärgerlich.

Sobald wir uns ärgern blockieren wir den natürlichen Fluß der Ener­gie. Indem wir die Wut oder den Ärger erkennen und zulassen (Spie­gelgesetz), ihm Raum geben und nicht verdrängen, eventuell die be­treffenden Themen und Personen und eigenen Anteile beleuchten, können wir die Identifikation mit den Emotionen durchbrechen und so gemäß dem Resonanzgesetz immer mehr in einen leichten und harmonischen Grundzustand gelangen (z.B. Straßenverkehr). Mehr dazu auch hier

Reiki

Gerade heute, sorge Dich nicht.

Mit Reiki stärken wir Stück für Stück wieder unser Urvertrauen (Heilung inneres Kind, Entwicklungspsychologie, „Erwartungsmodell” nach Banduras) und unseren Optimismus. Im Vertrauen in unsere Führung und die der Anderen können wir dann immer mehr die Kon­trolle loslassen, Andere ihre Erfahrungen machen lassen und sie als Gleichwertig auf Ihrem Weg akzeptieren.

 

Ehre Deine Eltern, Lehrer und die Älteren oder sei freundlich zu allen Lebewesen.

Das Loslassen von Hierarchiedenken und das „sehen mit dem Her­zen” (von innen nach außen, kollektiver Spiegel Beispiel Umweltzer­störung) kann den Alltag zunehmend leichter und liebevoller verwan­deln. Wenn wir einem Menschen begegnen, mit dem wir uns sehr schwer tun, kann es hilfreich sein, dem vielleicht inneren Unmut be­wusst eine positive ausgleichende Eigenschaft der betreffenden Person entgegen zu setzen. Irgendetwas findet man immer und sei es ein wunderbares Lächeln!

 

Verdiene Dein Brot ehrlich.

Unehrlichkeit und das Streben nach persönlichen (unehrlichen?) Vorteilen entspringt immer dem Gedanken des Getrenntseins und unterbricht den harmonischen Fluß der Energie und des Eins-Seins. So gesehen ist es zwingend logisch, dass dies als meist negativ emp­funden wieder den Weg zurück finden muss. Solange Ehrlichkeit je­doch nur aus Furcht gelebt und nicht internalisiert wurde ist sie un­wirksam.

 

Empfinde Dankbarkeit für alles Lebendige.

Reiki erleichtert die Wahrnehmung des Ganzen, dass alles verbun­den ist und in jedem Detail die Polarität steckt und somit Wertun­gen immer wertloser werden („spirituelle Arroganz”, Phasenmodell, Beispiel Schüler verschiedener Klassen einer Schule).

In jedem Gegenstand und natürlich jedem Lebewesen steckt Be­wusstsein, mit dem wir verbunden sind oder uns in der Meditation verbinden können und das wiederum mit uns kommunizieren kann. So bleibt das zunehmende Erfassen des kollektiven Bewusstseins und die Vielfalt der Kommunikationskanäle ein lebenslanges Abenteuer!

Lesen Sie hier weiter: der Hintergrund der 5 Regeln