Der 1. Reiki Grad

Ich als Reiki Lehrer bin immer wieder interessiert daran, wie meine Schüler dazu kamen, bei mir Reiki zu erlernen. Meist sind sie euphorisch, zurückhaltend, skeptisch oder ganz einfach ganz sicher, dass Reiki funktioniert.

 

All diese verschiedenen Erwartungen unter einen Hut zu bekommen, ist natürlich nicht ganz einfach. Generell ist während einer solchen Schulung die Erwartungshaltung aber ziemlich, man kann oft wahrlich die Spannung spüren, bevor es losgeht.

 

Sobald die 1. Einweihung geschehen ist, hat sich das Geschehen aber schon beruhigt. Alle Schüler haben jetzt etwas Gemeinsames, über das sie reden können. Außerdem steigt die Spannung, was wohl noch so passieren kann. Was jeder einzelne Schüler bei der Einweihung dabei gespürt und erlebt hat, kann total verschieden sein. Es hängt wohl davon ab, was derjenige erwartet hat bzw. weshalb er schlussendlich tatsächlich zu mir gekommen ist.

 

Bei der Weihung zum 1. Grad werden 4 einzelne Einweihungen durchgeführt. Zwischen den einzelnen Weihungen wird natürlich grundlegendes Wissen über Reiki vermittelt und dargelegt. Da viele Teilnehmer sich aber bereits vorher schon schlau gelesen haben, kann dieser Teil mehr oder weniger auch abgekürzt werden. Allerdings sollte jeder, der eine Schulung absolviert, am Ende das gleiche Wissen haben wie jeder andere Schüler auch.

 

Vermittelt wird die Geschichte des Reiki, die Art wie es funktioniert, es werden verschiedene Positionen gezeigt es wird über Chakren und die Aura geredet. Man vermittelt Lebensregeln des Reiki und vieles mehr. Dazu gehört auch, dass man Meditationsübungen anspricht oder durchführt, dass man die Atmung erläutert.

 

Doch was kann man tatsächlich mit dem 1. Grad von Reiki tun, nachdem man die Weihung erhalten hat?

 

Generell gesagt wird der Körper des Lernenden gereinigt und zu einer weiteren Reinigung angeregt. Dies kann sich zum Beispiel dadurch äußern, dass man mehr schwitzt. Der Körper scheidet also Giftstoffe aus. Wenn man möchte, kann man dies beschleunigen, indem man jeden Tag mindestens einmal Reiki durchführt. Dadurch wird zudem die Sensibilität für das Thema Reiki trainiert.

Außerdem kann man mit dem Erreichen des 1. Grades oft bemerken, dass man seinen eigenen Körper und sein eigenes ich besser kennenlernt.

 

Man sollte sich zum Beispiel irgendwann einmal die Frage stellen, wie man sich selbst sieht, die man von anderen gesehen wird. Man sollte also seine eigene Person kennenlernen und wie man von anderen und der Umwelt wahrgenommen wird.

 

Reiki Grad 1 wird deshalb auch oft als die 1. Stufe der Individuierung bezeichnet.

 

Wie lange das dauert, bis man all diese Themen durchgekaut hat, kommt auf jeden Einzelnen an. Manche schaffen das schon nach wenigen Wochen, andere schaffen das erst nach einigen Jahren. Und erst wenn man diese Selbsterkenntnis erlangt hat, wird empfohlen, den 2.Grad anzugehen.

 

Übrigens sollten Sie sich nicht ärgern, wenn’s zu Beginn ihres Reiki-Lebens nicht gleich etwas in den Händen spüren. Es ist nahezu normal, dass man auch dies erst nach und nach aufbaut und verstärken kann. Die Sensibilität wird erst gesteigert, nachdem man immer wieder trainiert hat.

 

Außerdem hängt das Spüren der Energie auch vom eigenen geistigen Zustand ab. Wenn man den ganzen Tag umhergehetzt ist und keine Ruhe hatte, kann es schon vorkommen, dass man weniger spürt.

 

Doch eines sollte klar sein: die Energie fließt! Auch wenn man sie nicht spürt! Wenn man oft genug Reiki durchgeführt hat, so wird man die Kraft ganz deutlich wahrnehmen, schon alleine, wenn man daran denkt.